Der Cowboyhut - Markantes Markenzeichen sowie Schutz vor Sonne und Regen

In Wildwestfilmen findet man kaum einen Mann, der ihn nicht auf dem Kopf trägt – den Cowboyhut. Der klassische runde Hut mit den drei markanten Vertiefungen in der Mitte und seiner breiten in Richtung der Einbuchtungen gebogenen Krempe gilt bis heute als einer der Klassiker unter den dem 18. Jahrhundert entstammenden Hüten. Viele Hutliebhaber glauben fälschlicherweise, dass der Cowboyhut in seiner ursprünglichen Form von amerikanischen Viehhirten erfunden wurde. Dies stimmt jedoch definitiv nicht. Die ursprüngliche Heimat des Cowboyhutes ist Mexiko. Den mexikanischen Ureinwohnern war durch die Kolonialherren zwar eigentlich generell verboten worden, Pferde zu reiten. Aber weil sie bei der Viehzucht definitiv reiten mussten wurden sie angewiesen, sich mit Leder zu bekleiden. Zum Schutz vor der Sonne wurde dabei auch ein breitkrempiger Hut verwendet, der später als Vorbild für den zukünftigen Cowboyhut dienen sollte.

Nicht nur amerikanische Ranger schwören auf den Cowboy Hut mit der breiten Krempe

Diesen brachten die mexikanischen Vaqueros auch mit in die USA, als sie nach der Besetzung Mexikos durch die Amerikaner begannen, auf den amerikanischen Farmen zu arbeiten. Schon bald übernahmen die amerikanischen Cowboys die Hüte als einen Teil ihrer Arbeitskleidung. Der Hutmachersohn John B. Stetson aus Philadelphia nahm sich schließlich im Jahre 1865 des mexikanischen Vorbildes an und entwickelte daraus den noch heute klassischen und weltweit bekannten Cowboyhut. Als Material zur Herstellung der Cowboyhüte fanden zunächst die Unterhaare von Biberfellen Verwendung. Diese haben einige ausgezeichnete Eigenschaften, die sie für den Cowboyhut zunächst quasi unentbehrlich machten. Das Material ist

  • Wasser abweisend;
  • hat kaum Gewicht;
  • hält wunderbar warm und
  • hat von Natur aus eine leicht glänzende, seidige Oberfläche.

Damit war der Hut nicht nur ein idealer Begleiter bei Sonne, Regen und Kälte, sondern er sah außerdem noch schick und elegant aus. Mittlerweile wird Biberhaar aus Tierschutzgründen kaum noch für Cowboyhüte verwendet. Echte Biberhaar-Stetsons habe darum heute aufgrund ihres Materials zumeist stolze Preise. Stetson und andere Hutmacher greifen heutzutage zumeist auf Kaninchenhaar für die Hutherstellung zurück. Das ist nicht nur kostengünstigen, sondern trägt auch zur Erhaltung der in freier Natur selten gewordenen Biber bei. Die legeren, dabei jedoch durchaus eleganten Hüte sind mittlerweile selbst bei feinen gesellschaftlichen Anlässen als Kopfbedeckung anerkannt.

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