Jagdhüte haben für gewöhnlich eine ovale Form und sind aus festem Tweedstoff hergestellt. Gemustert sind sie entweder im schicken Hahnentritt-Muster oder aber sie sind in schlichtem Schwarz beziehungsweise Dunkelgrün gehalten. Am Hinterkopf haben sie eine Krempe, die man bei Bedarf als Nackenschutz herunterklappen kann. Darüber hinaus haben manche Jägerhüte auch eingearbeitete Ohrenschützer, die ebenfalls bei Kälte herunter über die Ohren geklappt werden können. Die Heimat der Jagdhüte ist eindeutig England, wo sich die Jäger des Königs schon im 16. Jahrhundert mit diesen Hüten auf dem Kopf auf die Treibjagd nach Füchsen oder Rotwild machten. In England werden Jagdhüte darum auch bezeichnenderweise „Deerstalker“ = „Rehverfolger“ genannt. Irgendwann schwappte der Trend zum Jagdhut auch auf das europäische Festland über und schon etwa ein Jahrhundert später trug man auch hierzulande, sowie in Frankreich und Spanien Jagdhüte.
Heute werden Jagdhüte noch immer von Jägern und Förstern getragen, aber auch von Menschen, die dem Pferdesport zugetan sind. Die schicken Hüte bescheinigen ihrem Träger viel Stil und Traditionsbewusstsein. Ein berühmter Träger des Jagdhutes war der von Arthur Conan Doyle erdachte englische Meisterdetektiv Sherlock Holmes. Dies war allerdings auch gleichzeitig ein wenig ungewöhnlich, denn Jagdhüte wurden normalerweise nicht im Bereich von Städten getragen. Möglich sind für diese Hutwahl des Autors ein paar plausible Erklärungen:
Jagdhüte werden von modebewussten Menschen gerne in der Freizeit oder auch im Berufsleben getragen. Für die eleganten Herren von Welt sind sie eine stilsichere Ergänzung zur normalen Alltags- oder auch Berufskleidung.