Kopfbedeckung aller Art haben weltweit eine lange Tradition

Kopfbedeckungen gehören in nahezu allen Kulturen der Erde zur Bekleidungstradition dazu, und das schon beinahe genauso lange, wie die Kulturgeschichte sämtlicher Kleidungsstücke zurück zu verfolgen ist. Bereits bei den Römern und den alten Griechen waren Hüte und Kappen im Alltag und zu besonderen Anlässen gebräuchlich. Im Römischen Reich war der Hut zudem ein Symbol für die Freiheit, weshalb man freigelassenen Sklaven zum Abschied einen Solchen überreichte.

Seit dem 10. Jahrhundert sind der Gebrauch und die Herstellung von Kopfbedeckungen auch auf dem heutigen deutschen Territorium bekannt. Zu den ersten von ihrer Herkunft her bekannten Hüten zählt der in Sachsen erfundene und dort in mannigfaltiger Erscheinungsform verwendete Strohhut. Ende des 13. Jahrhunderts eröffneten in Nürnberg die ersten handwerklich tätigen Hutmacher ihre Werkstätten. Bis ins 18. Jahrhundert hinein waren in ersten Linie die allgemein gebräuchlichen hohen, spitz zulaufenden Hüte mit breiter Krempe, wie sie vor allem auf deutschem und holländischen Gebiet getragen wurden ein männliches Erkennungszeichen. Erst danach entwickelte sich vor allem im Adel und bei Hofe auch die Tradition des oftmals rund zulaufenden und breitkrempigen Damenhutes, dessen Wohlstand verheißender reichlich mit Federn und Bändern verzierter Höhepunkt zu Anfang des 20. Jahrhunderts erreicht war. Bis dahin trugen Frauen der Gesellschaft Kopf und Haare schützende breite Hauben aus Stoff oder, was vor allem bei bäuerlichen Mägden der Fall war, Leinenkopftücher, die auf dem Feld die Sonne abhalten sollten.

Kopfbedeckungen haben gemeinsam mit ihren Trägern wechselvolle Jahrhunderte durchlebt

Überhaupt gab es im Laufe der Jahrhunderte eine ganze Reihe von Kopfbedeckungen, die in ersten Linie dem Schutz vor Wind und Wetter dienten:

  • der Sombrero mit seiner breiten Krempe schützt seit je her als Kopfbedeckung die mexikanischen Gauchos vor der brennenden Sonne;
  • der Südwester schützt bis heute die Fischer und viele Küstenbewohner vor Wind und Wetter am Meer;
  • die Tschapka - die traditionelle russische Fellmütze – wird bis heute von den meisten Russen im Winter als Kopfbedeckung gegen die Kälte getragen;
  • wohingegen sich die meisten amerikanischen und australischen Cowboys noch immer mit dem traditionellen Cowboyhut gegen die Sonne schützen.

In der feinen Gesellschaft werden bis heute Mützen, wie die Melone oder der schon im 16. Jahrhundert entstandene Zylinder getragen. Der jüngere Otto Normalbürger schmückt sich dagegen gerne mit den aus Amerika stammenden Basecaps, während der Ältere noch immer die in der Nachkriegszeit äußerst populäre Schiebermütze als Kopfbedeckung bevorzugt.

Kopfbedeckungen

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