Die Schirmmütze – Kleidet nicht nur Amt- und Würdenträger gut

Möchte man jemandem erklären, wie eine Schirmmütze aussieht, so kann man ganz einfach auf die zu jeder deutschen Polizeiuniform gehörigen Kopfbedeckungen verweisen. Auch Flug- und Schiffskapitäne, sowie die Angehörigen des Bundesgrenzschutzes und der Feuerwehr tragen zu ihrer Uniform dazu gehörende Schirmmützen auf ihrem Kopf. Schirmmützen, deren offizielle behördliche Bezeichnung "Dienstmütze" ist stammen vom Tschako ab, der hierzulande auch als "Husarenmütze" bekannt ist. Im Gegensatz zum hohen runden Tschako erinnert die Schirmmütze von der Form her eher an eine weit geöffnete halbrunde Muschel, deren unterer Teil den breiten festen Schirm bildet, welcher als Sicht-, Regen- und Sonnenschutz dient. Dieser Schirm verhalf der Mütze auch zu der in Österreich geläufigen Bezeichnung "Tellerkappe", sowie dem eher im Süden Deutschlands beheimateten Namen "Schildkappe". Schirmmützen in ihrer offiziellen Form sieht man eher selten außerhalb ihrer dienstlichen Funktion auf offener Straße. Es gibt allerdings einige Abwandlungen der militärisch-behördlichen Urform hin zu auch für die Allgemeinheit nutzbaren Ausprägungen.

  • Hierzu zählen der Elbsegler, eine flachere Schirmmütze mit kürzerem Schirm, welche an der norddeutsche Küste unter den Fischern und Matrosen sehr verbreitet war und ist,
  • die Prinz-Heinrich-Mütze, eine feste flache Mütze mit mittelbreitem Schirm und ihn begrenzender Kordel, die zu Beginn des 19. Jahrhunderts von Prinz Heinrich von Preußen und später dann von hanseatischen Persönlichkeiten wie Helmut Schmidt bekannt gemacht wurde und
  • die während des 19. und frühen 20. Jahrhunderts von in Verbindungen organisierten männlichen Studenten als Kopfbedeckung und Erkennungsmerkmal getragene Studentenmütze, auch "Teller- oder Biedermeiermütze" genannt, welche eine flache Form mit kurzem Schirm aufweist.

Eine Mütze mit unterschiedlichen Gesichtern für Dienst- und Privatleben

Als moderner Nachfolger der Schirmmütze wird heute auch die Baseballkappe gehandelt, deren rundes weiches Kopfteil das flache, beziehungsweise muschelförmige feste Oberteil der Ursprungsmütze ersetzt. Die Schirmmütze in ihrer offiziellen Form hat sich seit ihrer Entstehung hierzulande nur wenig verändert. Nach wie vor besteht sie hauptsächlich aus festem Baumwollstoff, dem so genannten Cotton, der durch den Vorgang der Entkörnung von Baumwolle und dem anschließenden Verweben der zurückbleibenden vom Baumwollsamen befreiten festen Fasern entsteht.

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