Der Stoffhut – Je nach Stoffart sowohl für Wärmeliebhaber, als auch für coole Typen geeignet

Die meisten Kopfbedeckungen auf der Welt sind aus Stoff, wobei vorrangig die aus verschiedenen Stoffen gefertigten Mützen überwiegen. Es gibt jedoch auch eine ganze Reihe von Hüten, die nicht aus Materialien, wie Leder oder Stroh hergestellt werden, sondern aus bestimmten, gut verarbeitbaren Stoffarten. Bestes Beispiel dafür ist der Filzhut, auch Fedora genannt, mit seiner charakteristischen Einbuchtung in Kopfteil und der breit gearbeiteten Krempe. Der während des frühen 20. Jahrhunderts erfundene schicke hauptsächlich von Herren getragene Hut dient bis heute nicht nur als äußerst ansehnliches Accessoire, sondern auch als guter Schutz vor Wind und Wetter. Auch die Melone, einst berühmt geworden durch ihren Träger Charlie Chaplin, ist ein am Kopfteil und auch bei der Krempe rund gearbeiteter Stoffhut aus Filz und wurde im Jahre 1860 zum ersten Mal vom Londoner Hutmacher Thomas William Bowler gefertigt.

Vielseitige Varianten ermöglichen große Auswahl

Noch berühmter, als die Melone dürfte wohl nur noch der allseits bekannte und beliebte Chapeau Claque, zu Deutsch, der Zylinder sein. Er wird für gewöhnlich aus Seide beziehungsweise Seidenplüsch oder auch aus Filz gefertigt. Zylinder aus Seide haben vor allem während der Sommerzeit eher kühlende Eigenschaften, solche aus Filz wärmen den Kopf zusätzlich während des Winters. Der erste Zylinder wurde nach seiner Erfindung im Jahre 1797 übrigens regelrecht zum Ärgernis für seinen Erfinder, den Briten John Hetherington. Dieser wurde, als er den Hut öffentlich zur Schau trug, wegen „Erregung öffentlichen Ärgernisses“ verklagt. Offenbar fühlten sich einige Menschen in der Umgebung durch die Form des Hutes an ein männliches Geschlechtsteil erinnert. Gott sei Dank hat sich diese Sichtweise mittlerweile vollkommen verändert und der Zylinder zählt bis heute zu den elegantesten Stoffhüten überhaupt. Weitere weltweit bekannte Stoffhüte kommen aus dem orientalischen Raum und heißen Turban und Fes. Turbane kennt man hierzulande in erster Linie aus Filmen zu Erzählungen, wie

  • Sindbad, der Seefahrer,
  • Aladin und die Wunderlampe oder
  • Ali Baba und die 40 Räuber.

Für viele Europäer gilt der Turban darum auch als der Inbegriff der orientalischen Kopfbedeckungen. Der kegelförmige und zumeist mit einer kontrastfarbenen Quaste versehene Fes ist vor allem im Marokko heute der von vielen Männern, aber auch Frauen getragene Alltagshut. Hierzulande trifft man dagegen nur selten Leute mit einem solchen Stoffhut an.

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